Montag 07.11.2011   ST.ULRICH Kulturhaus  - 20.30h

 

HAYDN ORCHESTER von Bozen und Trient

Pieter- Jelle de Boer Dirigent

Edoardo Zosi Violine

 

 

PROGRAMM

Gioachino Rossini

L’italiana in Algeri: Ouvertüre

Ludwig van Beethoven

Konzert für Violine und Orchester in D-Dur, op. 61

* * * *

Georges Bizet

Symphonie in C-Dur

 

 

Pieter- Jelle de Boer

1978 bei Eindhoven in den Niederlanden geboren, hat Pieter-Jelle de Boer bei Jean Boyer in Lyon studiert und seine Diplome in Klavier und Orgel am Konservatorium in Amsterdam als Schüler von Marcel Baudet und Pieter van Dijk erworben, woraufhin er Kurse bei Emanuel Ax, Philippe Entremont, Peter Eötvös, Murray Perahia und Jacques Rouvier besuchte. 2003 erhielt de Boer den ersten Preis beim Orgel-Wettbewerb in Alkmaar und 2005 den zweiten Preis in Freiberg; er trat u. a. in Groningen, Haarlem, Weingarten und beim orf in Wien auf. Auch als Pianist und Kammermusiker wurde er mehrmals ausgezeichnet; 2009 nahm er einige Klavierwerke von Felix Mendelssohn-Bartholdy auf, denen dann noch Werke von Sergej Rachmaninov folgten. Als Komponist hat Pieter-Jelle de Boer eine Chaconne für Klavier und Danses concertantes für Orgel, Blechbläser und Schlagzeug veröffentlicht. Bei Zsolt Nagy studierte de Boer Dirigieren am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris, wo er 2007 sein Diplom erhielt; später arbeitete er noch mit Yoel Levi zusammen. Seit 2008 trat er mit dem Kammerchor Accentus in Paris, der Orchestre de Bretagne, der Orchestre National d’Île-de-France, der Orchestre Philharmonique de Liège, der Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, der Janácek-Philharmonie in Ostrava und der Orchestre National du Capitole de Toulouse auf. 2010 erhielt Pieter-Jelle de Boer den zweiten Preis ex aequo beim Antonio Pedrotti-Dirigentenwettbewerb in Trient, wobei der erste Preis nicht vergeben wurde; zur Zeit ist er Assistent bei der Orchestre National Bordeaux-Aquitaine.

 

Edoardo Zosi

1988 in Mailand geboren, begann Edoardo Zosi mit drei Jahren, Violine zu spielen; er studierte bei Sergej Krylov und am Giuseppe Verdi-Konservatorium in Mailand, wo er 2005 sein Diplom mit der Höchstnote, cum laude und besonderer Auszeichnung erwarb. Danach besuchte er Meisterkurse bei Pierre Amoyal bzw. bei Salvatore Accardo an der Walter Stauffer-Akademie in Cremona sowie an der Accademia Chigiana in Siena. Edoardo Zosi gewann diverse erste Preise bei verschiedenen Wettbewerben und ging 2003 als Sieger aus dem Concorso internazionale per violino e orchestra Valsesia Musica hervor, wo er der jüngste Teilnehmer war. Seither trat er in zahlreichen europäischen Ländern sowie in Asien auf, wobei er u. a. in der Berliner Philharmonie, in Bologna, beim Maggio Musicale in Florenz und im Teatro di San Carlo in Neapel sowie bei den Festivals in Bergamo, Brescia, Cannes, Montpellier, Ravello und bei Uto Ughis Festival per Roma konzertierte. Er spielte mit dem Haydn-Orchester von Bozen und Trient, mit den Orchestern in Konstanz und Luzern, mit der Orchestra della Svizzera Italiana in Lugano, mit der Orchestra Sinfonica Siciliana in Palermo, mit dem Prager Kammerorchester, den Stuttgarter Philharmonikern und den Wuppertaler Symphonikern und arbeitete mit Salvatore Accardo, Pierre Amoyal, Bruno Giuranna, Aleksandar Madzar, Antonio Meneses, Stefania Redaelli, Fazil Say, Dmitri Sitkovetsky, Muhai Tang, Anatol Ugorski und Alexander Vedernikov zusammen. Mit Bruno Canino spielte er die Sonaten op. 108 von Brahms und op. 18 von Strauss für die Zeitschrift “Amadeus” ein; der Fernsehkanal sky Classica widmete ihm einen Dokumentarfilm der Reihe “I notevoli”. Edoardo Zosi spielt eine Violine von Santo Serafino aus dem Jahre 1745, die ihm die Fondazione Pro Canale in Mailand zur Verfügung gestellt hat.